Sehr verehrte Mitbürgerinnen,
sehr geehrte Mitbürger,
die Zeit ist wieder einmal gekommen, Rückschau auf das zu Ende gehende Jahr zu halten und einen Ausblick auf das kommende zu wagen. Sehen Sie mir bitte nach, dass ich zurückblickend die erfreulicheren Begebenheiten erwähne und die weniger erfreulichen der Vergangenheit überlasse.
In gemeinsamer Verantwortung und im Sinne unserer Kleinsten war die Ortsgemeinde mit mir, als Vorsitzendem des Kindergartenzweckverbandes, Motor der energeti-schen Sanierung des Kindergartens und seiner Erweiterung für die unter Dreijährigen. Besonders möchte ich daran erinnern, dass meine Ortsbürgermeisterkollegen der angeschlossenen Gemeinden (Bescheid, Geisfeld, Hinzert-Pölert, Naurath und Rascheid) sich engagiert hinter diese fast eine Million Euro teure Investition gestellt haben. Aus eigener Anschauung (meine Enkelin Eva besucht seit wenige Monaten die Einrichtung) kann ich mit Fug und Recht sagen:" Die Investition hat sich gelohnt. Unsere Kinder und Enkel sind dort hervorragend untergebracht und von einem qualifizierten Personal betreut."
Die freiwillige Landzusammenlegung, vor über zehn Jahren begonnen, hat vielen Grundstückseigentümern geholfen und viele Unstimmigkeiten in den Eigentumsver-hältnissen klären können, die durch Vererbung auf spätere Generationen entstanden waren. Nicht zu vergessen der Wirtschaftwegeausbau, der nicht nur unseren Landwirten eine bessere Erschließung sichert, sondern der gesamten Bevölkerung große Vorteile der Nutzung gebracht hat. Leider konnten die gemeindlichen Acker- und Wiesenflächen durch eingegangene Einsprüche gegen die Bodenreform nicht neu verpachtet werden, wodurch der Gemeinde eine erhebliche jährliche Pacht entgeht. Auch der Abschluss des Projektes verzögert sich dadurch.
Trotz finanzieller Engpässe sind wir, Gemeinderat und ich, guten Mutes und bemüht, unser Dorf weiter zu entwickeln. Das geht zwar nur in kleinen Schritten, aber es geht. Wir waren zuversichtlich, dass der Bereich um unser Bürgerhaus bereits im abgelaufenen Jahr umgestaltet und die geplante energetische Sanierung begonnen werden kann. Enthalten war der Abriss des Nachbarhauses an der Hauptstraße und der Ausbau von Parkplätzen. Diese Maßnahme ist seitens der Aufsichtsbehörde auf das kommende Jahr verschoben worden.
Einen ganz besonderen Ereignis im Rahmen der Daseinsfür- und -vorsorge ist uns mit der Neuverpachtung der ehemaligen "Ratsstube" im Bürgerhaus gelungen. Ich mache kein Hehl aus der Tatsache, dass wir in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit den Pächtern hatten. Trotz längerer Bemühungen einen Pächter zu finden stand sie in den letzten Monaten leer. Der glückliche Zufall wollte es, dass dem "Frischemarkt Welter" gekündigt worden war und die Gemeinde die Räumlichkeiten zum Betrieb eines Lebensmittelladens anbieten konnte. Seit Dezember beherbergt das Bürgerhaus zur Freude vieler Bürgerinnen und Bürger den "Frischemarkt".
Das Dauerthema "Windräder für Beuren/ Hw." hat Gott sei Dank neuen Auftrieb bekommen. Die politische Betrachtungsweise zum Ausbau erneuerbarer Energieträger, insbesondere neuer Standorte für Windräder, hat in letzter Zeit Fahrt aufgenommen. Die Hintergründe sind bekannt und nachvollziehbar. Im Namen der Ortsgemeinde habe ich auf Grundlage eines einstimmigen Gemeinderatsbeschlusses vom 25. 04. 2002 den damals gestellten Antrag auf Änderung des Raumordnungs- und Flächennutzungsplanes aktualisieren. Wie es aussieht, können wir endlich auf entsprechende Genehmigungen hoffen. Damit wären wir die finanziellen Problem gegen die wir seit Jahren aussichtslos kämpfen, los.
Seit einigen Jahren schieben wir den Endausbau der Straßen im Baugebiet "Hinter der Schule" vor uns her. Im Haushaltsplan 2012 ist die Maßnahme fest eingeplant. Und nach heutigem Stand der Dinge kann die Maßnahme im kommenden Jahr abgeschlossen werden.
Der unermüdliche Einsatz ehrenamtlich tätiger Mitbürgerinnen und Mitbürger wird meines Erachtens nicht genügend gewürdigt. Ihre Arbeit wird immer wieder durch andere politische (Groß-)Ereignisse überlagert und tritt in den Hintergrund. Dabei haben es Vereine und Gruppen heut zu tage schon schwer genug. Es nützt wenig, wenn sich Bürgermeister und Gemeinderäte darin einig sind, Vereine und die ehrenamtliche Tätigkeit generell zu unterstützen. Vielmehr muss die gesamte Bevölkerung dahinterstehen und auch schätzen, was ihr jährlich durch das freiwillige Engagement vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger kostenlos geboten wird. Allerdings, wenn sich der Trend fortsetzt, sich in den eigenen vier Wänden einzuigeln (bei 30 Fernsehprogrammen und Computer), dann wird zukünftig ein gedeihliches Miteinander im Dorf dem Zufall überlassen bleiben. Ehrenamtliche Arbeit ist deshalb, weiß Gott, kein Selbstzweck und keine Freizeitgestaltung im Eigeninteresse. Sie ist ein Angebot an alle in unserem Dorf. Zum Schluss darf ich allen, die sich in irgendeiner Weise für die Allgemeinheit eingebracht haben, herzlich danken und sie ermutigen, sich weiterhin für unser Dorf einzusetzen – wenn es auch hin und wieder schwer fällt.
Ich wünsche allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein friedvolles Weihnachtsfest, ein erfolgreiches Neues Jahr bei bester Gesundheit, und Zuversicht und Hoffnung für die Zukunft.
Ihr

|